1. Eisbock während der US-Prohibition

Dieses starke deutsche Lagerbier wurde in Eisblöcken über Grenzen geschmuggelt. Behörden hatten Schwierigkeiten, es unter regulären Eislieferungen zu entdecken. Schwarzbrenner vermarkteten es als medizinisches Tonikum. Es erlangte eine Kultanhängerschaft in versteckten Speakeasies.
2. Sake-Style Reis-Bier im Japan der 1940er

Reisengpässe führten zu einem totalen Verbot dieser Variante, um Nahrungsmittelvorräte zu priorisieren. Untergrundbrauer nutzten Schwarzmarktreis und riskierten schwere Strafen. Soldaten tauschten es trotzdem heimlich auf Stützpunkten. Nach dem Krieg tauchte es mit neuen Rezepten wieder auf.
3. Maisbier im Apartheid-Südafrika

Schwarze Gemeinschaften brauten es trotz strenger rassischer Alkoholgesetze. Polizeirazzien zielten auf Shebeens ab, wo es serviert wurde. Aktivisten nutzten die Gewinne zur Finanzierung von Anti-Apartheid-Bemühungen. Das Getränk wurde später zu einem Symbol des Widerstands.
4. Kvass in der sowjetischen Ukraine

Hausversionen wurden verboten, um die Getreideverteilung zu kontrollieren. Offizielles Staats-Kvass schmeckte schwach und wurde weitläufig verspottet. Bürger versteckten Fässer in Kellern während Inspektionen. Es befeuerte Witze über staatliche Geschmackskontrolle.
5. Chicha im Inka-Peru

Spanische Kolonisatoren verboten dieses Maisbier, um lokale Rituale zu unterdrücken. Indigene Gruppen setzten die Herstellung in geheimen Bergdörfern fort. Es war mit Erntefesten und spirituellen Opfergaben verbunden. Die Durchsetzung führte zu mehreren kleinen Aufständen.
6. Sahti im Finnland des 19. Jahrhunderts

Kirchenführer erklärten es wegen seines trüben Aussehens für sündhaft. Ländliche Bauern brauten es trotzdem mit Wacholderzweigen. Geldstrafen waren üblich, wurden aber in abgelegenen Gebieten selten eingetrieben. Heute wird es als geschützte Tradition gefeiert.